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Entwicklung und Implementierung eines Nachhaltigkeitsmanagementsystems für die Wertschöpfungskette Brot und Backwaren

Projektpartner: Landwirte, Privates Institut für Nachhaltige Landbewirtschaftung GmbH (INL)

Leitung: Dr. Norman Siebrecht

Bearbeitung:
TUM: Dr. N. Siebrecht, H. Schmid, C. Völkl

Laufzeit: 04/2015 – 04/2018

Förderung: Glockenbrot Bäckerei GmbH&Co.OHG, REWE-Zentral AG, Köln

Kurzbeschreibung

Im Rahmen des vorangegangen Projektes „Analyse der ökologischen Nachhaltigkeit der Getreideproduktion in der Wertschöpfungskette Brot und Backwaren” sowie durch Hot Spot Analysen konnte nachgewiesen werden, dass bei der landwirtschaftlichen Produktion des Rohstoffes Backweizen negative Umweltwirkungen möglich sind. Das Ausmaß dieser unerwünschten Begleiterscheinungen wird von den betriebsspezifischen Gegebenheiten (wie z.B. den Standortbedingungen, den Produktionsverfahren und der Anbauintensität) beeinflusst und hängt nicht pauschal von der Anbauregion ab. Zur Steigerung der Nachhaltigkeit der Rohstoffproduktion für die Herstellung von Brot und Backwaren müssen deshalb die spezifischen Bedingungen der landwirtschaftlichen Betriebe betrachtet und bei Bedarf optimiert werden.

An dieser Stelle setzt das Forschungsprojekt an. Angestrebt wird die Entwicklung eines Nachhaltigkeitsmanagementsystems, bei dem mess- und erreichbare Ziele für die Betriebe definiert, entsprechende Maßnahmen entwickelt und umgesetzt sowie die Resultate im Anschluss evaluiert werden. Um den Weizenanbau in den Pro Planet Prozess der Rewe Group integrieren zu können, erfolgt der Einkauf einer Teilmenge des Backweizens probeweise nach dem Prinzip der vertikalen Integration. Direkte Lieferbeziehungen ermöglichen eine Steuerung des Produktionsprozesses und sind Voraussetzung für eine kontinuierliche Optimierung der Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Rohstoffproduktion. Im Laufe der Untersuchung soll zudem geklärt werden, wie die vertikale Integration zu realisieren ist und wie der Warenfluss über Landwirte, Mühlen bis hin zum Backwerk organisiert werden kann. Darüber hinaus wird die zukünftige Einkaufsstrategie für den Rohstoff Backweizen entwickelt. Bei den Rohstofflieferanten handelt es sich um 9 ausgewählte bayerische Praxisbetriebe aus Unterfranken und Niederbayern. Die Erfassung der Umweltwirkungen erfolgt durch indikatorengestützte Analysen mit dem Modell REPRO. Neben der Analyse der wichtigsten Umweltwirkungen und Nachhaltigkeitsmerkmale werden in den Betrieben Monitoringsysteme (Testflächen) eingerichtet und Indikatoren zu den Themenschwerpunkten Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit erfasst.