Innovative Lösungsansätze zur Optimierung genetischer Diversität für nachhaltige Anbausystemen der Zukunft (Innovative approaches to optimize genetic diversity for sustainable farming systems of the future INSUSFAR)

Projektpartner:
TU München
Lehrstuhl für Pflanzenernährung, Baresel, J P, Knapp, S, Charrois, A, Schmidthalter, U (Leitung Gesamtprojekt)

Universität Kassel
Fachgebiet Ökologischer Pflanzenschutz: Finckh, M, Weedon, O
Fachgebiet Betriebswirtschaft: Möller, D, Siegmeier, T
Fachgebiet Ökologische Pflanzenzüchtung: Backes, G

Julius Kühn Institut Frese, L, Bülow, L

Leitung: Dr. Hans Jürgen Reents, Prof. Dr. Kurt Jürgen Hülsbergen

Bearbeitung:
Robert Simon, MSc, Dr. Hans Jürgen Reents

Laufzeit: 03/2015 – 03/2018

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Kurzbeschreibung

Das Projekt ist ein Teilprojekt des Verbundprojekts "INSUSFAR", dessen Ziel es ist, zum Verständnis der Bedeutung einer erhöhten genetischen Diversität des angebauten Pflanzenmaterials (sowohl zwischen als auch innerhalb der Sorten) für landwirtschaftliche Anbausysteme mit reduziertem Input und erhöhter biologischer Diversität (z. B. Mischanbau) beizutragen. Hierzu werden an den Beispielen Weizen und Gerste Ergebnisse bisher erfolgter züchterischer Innovationen im Hinblick auf ihre Wirkung in unterschiedlichen Anbausystemen untersucht, um für diversifizierte Anbausysteme geeignete Sortentypen- bzw. Sortenstrukturen zu identifizieren. Neben der Ertragsleistung werden ökologische und ökonomische Parameter analysiert. Die Ergebnisse werden hinsichtlich ihrer möglichen Konsequenzen für Anbauverfahren, Zuchtziele und -methoden, sowie der politischen und administrativer Maßnahmen zur Unterstützung nachhaltiger Anbausysteme ausgewertet.
In dem Teilprojekt werden die Genotypen auf Betriebssystemebene ökologisch bewertet. In Streifenversuchen auf Betrieben werden neue Genotypen in die Bewirtschaftung mit einbezogen, deren Entwicklung wird im Vergleich zur bisherigen Sorten mit verschieden Daten erfasst und ihre ökologischen Auswirkungen (z.B.Diversität) werden mit erweiterten und neu entwickelten Indikatoren mit Hilfe des Programms REPRO bewertet.
Das entwickelte Pflanzenmaterial kann eine wertvolle Quelle genetischer Variabilität für die herkömmliche Linienzüchtung darstellen. Im Hinblick auf die geplante EU-Saatgutverordnung können die Ergebnisse die Zulassung von Sorten mit spezieller Adaptation oder heterogenem Material erleichtern.