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Kupferminimierungs- und Vermeidungsstrategien für den ökologischen Kartoffelanbau

Projektpartner:

Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) – Institut für Pflanzenschutz

Technische Universität München – Lehrstuhl für Ökologischen Landbau und Pflanzenbausysteme

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Bioland Erzeugerring Bayern e.V.

Leitung: Dr. Michael Zellner (Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft)

Teilprojektleitung und Bearbeitung:
TUM: Dipl. Ing. Max Kainz, Dr. Hans Jürgen Reents, Sebastian Grabendorfer M.Sc.

Laufzeit: 01. Juli 2011 - 31. August 2015

Förderung: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Förderkennzeichen 09OE114

Kurzbeschreibung
Phytophthora infestans, der Erreger der Kraut- und Knollenfäule, verursacht im ökologischen Kartoffelanbau hohe Ertrags- und Qualitätseinbußen. Eine relevante Regulierung ist bislang nur durch den Einsatz von Kupferfungiziden möglich. Die Entwicklung neuer Strategien gegen Phytophthora infestans, die eine Verminderung- bzw. Vermeidung des Kupfereinsatzes ermöglichen, ist Gegenstand des zwei Arbeitsschwerpunkte umfassenden Forschungsprojekts.

In Teilprojekt A, bearbeitet durch die bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft, werden Möglichkeiten zur Reduktion des Primärbefalls verursacht durch latent infizierte Kartoffelknollen untersucht. In Teilprojekt B, bearbeitet durch den Lehrstuhl für Ökologischen Landbau und Pflanzenbausysteme der Technischen Universität München, werden pflanzen- und ackerbauliche Methoden zur Vermeidung bzw. Reduktion von Phytophthora infestans im ökologischen Kartoffelbau erarbeitet.

Grundlage für das Teilprojekt B ist die auf Beobachtungen gestützte Hypothese, dass Zwischenfrüchte unterschiedliche positive Wirkungen auf die Folgefrucht Kartoffel hinsichtlich des Auftretens von Phytophthora infestans sowie verschiedener weiterer Phytopathogene besitzen. Die Wirkungen und gegebenenfalls die Wirkmechanismen sollen auf Basis von Feldversuchen mit unterschiedlichen Zwischenfrüchten und Bodenbearbeitungsverfahren erfasst und in der Folge genauer identifiziert werden. Besondere Beachtung gilt dabei Brassicaceen, u.a. Sareptasenf, Winterrübsen und Ölrettich, da insbesondere mögliche Biofumigationseffekte durch Glucosinolate bzw. deren Abbauprodukte untersucht werden sollen.

 Veröffentlichungen