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Projekt: Nachhaltige landwirtschaftliche Produktion in der Wertschöp-fungskette Lebensmittel

Projektpartner: Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), Institut für nachhaltige Landbewirtschaftung e.V. (INL) 

Leitung: Dr. Achim Schaffner, Prof. Dr. Olaf Christen, Dipl.-Ing.agr. Bernhard Wagner, Prof. Dr. Kurt-Jürgen Hülsbergen

Bearbeitung:
DLG: Meike Packeiser
MLU: Dipl.-Ing.agr. Niels Harzer
INL: Gabriele Hensel
TUM: Dipl.-Ing.agr. Karsten Engelmann

Laufzeit: Juni 2005-Januar 2009

Förderung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Kurzbeschreibung
Mit Hilfe eines Dokumentations- und Managementsystems sollen landwirtschaftliche Betriebe die Möglichkeit erhalten die unterschiedlichen Anforderungen an die Dokumentation, die Qualitätssicherung, Rückverfolgbarkeit, Einhaltung von Umweltstandards und gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen. Dadurch kann eine nachhaltige Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe in der Wertschöpfungskette sichergestellt werden.

Hintergrund und Ziele des Forschungsvorhabens
Der Gesetzgeber und die EU-Agrarpolitik formulieren erweiterte Dokumentationspflichten für Landwirte – von der schlagspezifischen Erfassung des Einsatzes von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, über die Einhaltung von Mindeststandards im Rahmen von Cross Compliance bis zum umfassenden Betriebs-Audit. Von der Agrar- und Ernährungswirtschaft wurden zudem in den letzten Jahren verschiedene Qualitätssicherungssysteme entwickelt, um die Rohstoffbasis zu sichern und das Verbrauchervertrauen zu stärken. Für die landwirtschaftlichen Unternehmen bedeutet dies, dass sie mit steigenden Anforderungen an die Dokumentation, die Umwelt- und Qualitätssicherung konfrontiert werden. Ziel des Projektes ist es daher, ein in Landwirtschaftsbetrieben anwendbares integriertes Dokumentations- und Managementsystem zu entwickeln.

Realisierung
Zunächst werden zwei Projekt begleitende Arbeitsgruppen gebildet, in die wichtige Akteure der Wertschöpfungskette Lebensmittel eingebunden sind (Vertreter der Landwirtschaft, der Ernährungswirtschaft, der Verarbeitung, des Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutzes sowie der Wissenschaft). In den Arbeitsgruppen werden die Anforderungen an das zu entwickelnden System spezifiziert sowie die Indikatoren und Zielwerte abgestimmt.

Die Erprobung des Systems erfolgt in drei Modellregionen in Nord-, Mittel- und Süddeutschland. Dadurch werden unterschiedliche Standort- und Bewirtschaftungsbedingungen berücksichtigt. Der Modellansatz erlaubt die Übertragbarkeit auf andere Standorte in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Zertifizierung Nachhaltiger Landwirtschaftlicher Betrieb wird nach Fertigstellung der Systeme für die landwirtschaftliche Praxis etabliert. Die DLG wird als Systemträger in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern die Zertifizierung landwirtschaftlicher Betriebe auf der Grundlage von Nachhaltigkeitsindikatoren vornehmen.

Das System kann eine Schlüsselfunktion bei der nachhaltigen Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe in der Wertschöpfungskette Lebensmittel übernehmen. Es bewirkt verbesserte Umweltwirkungen und Produktqualität sowie erhöhte betriebliche Transparenz. Landwirte werden stärker sensibilisiert für die nachhaltige Produktion. Betriebe können hinsichtlich ihrer Struktur, ihrer Bewirtschaftungsintensität und Verfahrensgestaltung unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten optimiert werden.

Veröffentlichungen
http://www.nachhaltige-landwirtschaft.info